Dienstag, 14. Dezember 2010

Umstieg von Heizöl auf Pellets bedeutet Reduktion der CO2-Emissionen um 98 Prozent

Umfangreiche Studie dokumentiert CO2-Bilanz der heimischen Pelletproduktion

Wolfsgraben bei Wien (OTS) – Eine umfassende Studie der Forschungsorganisation Bioenergy 2020 und der ARGE Erneuerbare Energie Wien/Niederösterreich im Rahmen des Programms klima:aktiv kommt zu dem Schluss, dass der Umstieg von Heizöl auf Holz-Pellets eine CO2-Reduktion von 97,6 Prozent zur Folge hat. Um zu diesem Ergebnis zu kommen, haben sich die Studienautoren die CO2-Bilanz der heimischen Pelletproduktion genauer angesehen.

Die Datenbasis dafür kam von acht Pelletproduktionsstandorten in Österreich, die rund 50 Prozent der gesamten heimischen Produktion abdecken. Genau analysiert wurden die Rohstoffbasis, der elektrische Energieverbrauch für die Pelletproduktion, der Wärmeeinsatz zur Trocknung der feuchten Sägespäne sowie der Energieaufwand für den Transport der Pellets zum Endkunden. Da in allen Werken die Trocknung der Sägespäne mit Energie aus Biomasse erfolgt, entstehen CO2 Emissionen nur durch die Pelletproduktion (im Durchschnitt 18 kg CO2 pro Tonne Pellets) und den Transport der Pellets zum Endkunden (im Durchschnitt 14 kg pro Tonne Pellets). Damit entsteht bei der Produktion und Lieferung von einer Tonne Holzpellets insgesamt 32 Kilogramm CO2-Emissionen. 490 Liter Heizöl, die den gleichen Brennwert haben wie eine Tonne Holzpellets, setzen hingegen 1323 Kilogramm CO2 frei.

Dazu Dr. Christian Rakos, Geschäftsführer von proPellets Austria: „Das Potenzial der CO2-Reduktion im Bereich der Wärme ist enorm, wie die aktuelle Studie der ARGE Erneuerbare Energie anschaulich zeigt. Das ist eine klare Botschaft an die nationale und internationale Entscheidungsträger, die soeben in Cancun über Mittel gegen den Klimawandel berät.“

proPellets Austria ist der Verband der österreichischen Pelletwirtschaft und vertritt über 60 österreichische Unternehmen aus den Bereichen Pelletproduktion, Pellethandel, Herstellung von Heizkessel und der Zulieferindustrie. proPellets Austria ist Mitglied des Europäischen Biomasseverbands AEBIOM und des European Pellet Council.

Rückfragehinweis/Bildquelle:
Dr. Christian Rakos
proPellets Austria
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Montag, 13. Dezember 2010

Ölpreis bekommt Kälteschock

Kältewelle hat Europa erfasst und damit auch den Ölpreis. Der Preis steigt und steigt, längst hat er ein Zwei-Jahres-Hoch erklommen. Es ist nicht die beißende Kälte allein, die den Preis treibt.

Neben dem Winterwetter stützt auch die aktuelle Dollar-Schwäche den Ölpreis. Die Währung litt unter Spekulationen um eine Ausweitung des Anleihe-Ankaufprogramms der US-Notenbank über das bisher angepeilte Volumen von 600 Milliarden Dollar hinaus. "Der Dollar kommt weiter unter Druck. Ich wäre nicht überrascht, wenn der Ölpreis im Laufe der Woche die Marken von 91 und 92 Dollar überspringt", sagte Peter McGuire, unabhängiger Rohstoff-Stratege in Sydney.

Auch die Experten der Commerzbank begründen die steigenden Rohstoffpreise mit der Entschlossenheit der US-Notenbank, die wirtschaftliche Schwäche mit einer massiven Ausweitung der Geldmenge zu bekämpfen. Hinzu komme der allgemeine Marktoptimismus und auch ein erhöhtes spekulatives Interesse.

Ölpreis auf 26-Monats-Hoch
Bei den Ölpreisen kommt außerdem noch die klirrende Kälte in großen Teilen Europas hinzu. In den Vereinigten Staaten, dem größten Heizöl-Markt der Welt, sieht es kaum besser aus. Für den Nordosten der USA sagen Meteorologen außerdem anhaltend unterdurchschnittliche Temperaturen voraus. Neben dem höheren Heizbedarf sorgt auch die stärkere Nachfrage nach Dieselgeneratoren angesichts der Energiesparmaßnahmen in China für Aufwind, so die Commerzbank.

Heute verteuerte sich das Barrel der amerikanischen Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) um bis zu 0,6 Prozent auf 89,76 Dollar. Nordsee-Öl Brent notierte in der Spitze 0,7 Prozent fester bei 92,03 Dollar. Damit waren beide Sorten so teuer wie seit Anfang Oktober 2008 nicht mehr.

Warten auf die Opec
Mit Spannung erwarten Händler die nächste Sitzung der Organisation Öl exportierender Länder (Opec) am 11. Dezember. Der venezolanische Energieminister Rafael Ramirez sagte kürzlich, er halte einen Preis von 100 Dollar je Barrel für "fair", ähnlich äußerte sich der angolanische Ölminister José Maria Botelho de Vasconcelos.


Quelle: http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_494228