Montag, 15. Dezember 2008

Öko-Energie will mehr Geld vom Bund

Die ehrgeizigen Ziele, die sich die EU bei Klimaschutz und beim Einsatz Erneuerbarer Energieträger gesetzt hat, bieten gerade für oberösterreichische Unternehmen internationale Marktchancen.

Um diese Chancen nützen zu können, bräuchten die Ökoenergie-Firmen aber mehr Unterstützung seitens des Bundes. "Wir fordern schon lange Maßnahmen. Jetzt hoffen wir auf die neue Bundesregierung", sage ÖkoFEN Geschäftsführer Herbert Ortner bei einem gemeinsamen Pressegespräch mit Energie-Landesrat Rudi Anschober.

Das am EU-Gipfel vom 11. und 12. Dezember verabschiedete Energiepaket sieht vor, den Anteil Erneuerbarer Energiequelen von derzeit 8,5 auf 20 Prozent zu erhöhen. Das würde ein geschätztes Investitionsvolumen zwischen 300 und 500 Milliarden Euro auslösen.

Um hier entsprechend partizipieren zu können, sei ein funktionierender heimmarkt für die Ökoenergie-Firmen eine wichtige Basis.

Bisher habe man die Klimaschutz- und Energiesparbemühungen in Österreich nur auf Förderungen aufgebaut. Das werde nicht reichen, so Ortner. Er verweist auf das deutsche "Erneuerbare-Wärme-Gesetz", das ab nächstem Jahr bei Neubauten einen zumindest 20-prozentigen Anteil von Erneuerbaren Energiequellen zur Wärmeerzeugung vorschreibt.

Von der Finanzkrise merkt der ÖkoFEN-GF derzeit noch nichts. Wenn, dann trefe dies die Branche erst mit einer Verspätung von einigen Monaten. Entscheidend sei hier auch, wie sich der Ölpreis weiter entwickeln wird.

Bild: oekostrom AG / Karl Thomas